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Die Höllentalbahn - Strecke mit Zukunft?
Durch die deutsche Einheit ist eine Bahnstrecke in unserer Region erneut in das öffentliche Interesse gerückt: Die fränkische Höllentalbahn. Einst bedeutendes Bindeglied zwischen Hof und Saalfeld bzw. Gera existieren heute nur noch Teilstrecken davon. Im namensgebenden Höllental fehlen die Schienen seit mehr als 30 Jahren. Doch ist dieser fehlende Abschnitt zwischen Marxgrün an der Strecke Hof - Bad Steben und Blankenstein an der Strecke nach Lobenstein/Triptis/Saalfeld nur 7 km lang und die Trasse ist noch komplett und unverbaut erhalten. Vor allem für die expandierende und neue Arbeitsplätze schaffende Holz- und Zellstoffindustrie um Lobenstein/Blankenstein ist die Bedeutung der Höllentalbahn von immenser Wichtigkeit. Aufgrund der Stilllegung der Strecke von Ebersdorf-Friesau nach Triptis ist die einzige Zufuhrstrecke für den Raum Lobenstein/Blankenstein von Saalfeld über Hockeroda/Frankenwaldbahn/Wurzbach her überlastet. Und hier kommt dem Wiederaufbau der Höllentalbahn eine entscheidende Entlastungsfunktion zu: Die Bedienung von Lobenstein/Blankenstein von Süden her! Die Großsägewerke in Ebersdorf-Friesau setzen voll auf die Bahn und würden gerne eine Vielzahl von LKW-Fahrten auf die Schiene verlagern. Doch ist die Schiene an der Kapazitätsgrenze angelangt. So wurde seit einigen Jahren im Bf. Lobenstein der durchgehende Nachtbetrieb (Zugbildung, Rangierarbeiten) aufgenommen - wohl einmalig auf einer deutschen Nebenbahn im Jahr 2006!
Bedarf für eine Reaktivierung der Höllentalbahn ist also durchaus vorhanden - auch im Hinblick auf die weitere Expansion der holzverarbeitenden Betriebe.
Der Vorteil der Reaktivierung der Höllentalbahn liegt vor allem in der deutlich besseren Anbindung des Raumes Blankenstein/Lobenstein nach Süden sowie in die tschechische Republik und in der Entlastung der an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Strecke über Hockeroda/Wurzbach.
Durch die Reaktivierung wird eine erheblich verbesserte Netzwirkung erzielt und die Gesamtrelation Hof - Saalfeld würde wieder durchgehend - und nicht nur über den Umweg Lichtenfels - befahrbar (Anschlüsse an den Fernverkehr in Saalfeld).
In Verbindung mit der Reaktivierung der Strecke von Selb-Plößberg nach Asch in Tschechien (ebenfalls nur ein kleines Teilstück von ca. 7 km!) ergeben sich neue Möglichkeiten und die Zuführung von Gütern in das "Thüringer Holzzentrum" aus Süden und Tschechien würde wesentlich vereinfacht.
Weitere Informationen über die fränkische Höllentalbahn und den aktuellen Stand der Reaktivierungsbemühungen erhalten Sie hier: www.hoellennetz.de
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